Polyneuropathie ist eine häufige Erkrankung peripherer Nerven, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie äußert sich in sensiblen (z. B. Kribbeln, Schmerzen, Taubheitsgefühl), motorischen (Muskelschwäche, Atrophie) und autonomen Symptomen (z. B. Kreislaufprobleme, Verdauungsstörungen). Die häufigste Form ist die axonale Polyneuropathie, während demyelinisierende Formen seltener, aber oft behandelbar sind.
Die Diagnose basiert auf einer klinischen Untersuchung, bei der häufig abgeschwächte Reflexe und ein reduziertes Vibrationsempfinden auffallen. Elektrophysiologische Untersuchungen helfen, zwischen axonaler und demyelinisierender Schädigung zu unterscheiden. Laboruntersuchungen sind essenziell, da in 50–80 % der Fälle eine Ursache gefunden werden kann. Häufige Ursachen sind Diabetes, Alkoholmissbrauch und idiopathische Polyneuropathien.
Zusätzliche Tests wie genetische Untersuchungen, Tumorsuche oder Nervenbiopsien werden bei spezifischem Verdacht durchgeführt.