20.06.2018 | Neurologie
Nonkonvulsiver Status epilepticus mit Aphasie als „stroke mimic“
Ein Fallbericht
Erschienen in: psychopraxis. neuropraxis | Ausgabe 6/2018
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Akut auftretende fokal-neurologische Ausfälle sind vor allem bei älteren Patienten primär verdächtig auf ein akutes Schlaganfallereignis. Jedoch gibt es eine Vielzahl anderer Diagnosen, die, im Englischen treffend als „stroke mimics“ bezeichnet, eine Schlaganfallsymptomatik vortäuschen können. Eine der häufigsten dieser Differenzialdiagnose stellen epileptische Anfälle dar. Insbesondere in der Akutsituation ist, mangels notwendiger Zusatzuntersuchungen – allen voran Magnetresonanztomographie (MRT) und Elektroenzephalographie (EEG) – allerdings die Abgrenzung schwierig bzw. oftmals nicht möglich. Wir berichten über einen Patienten mit akut aufgetretener Aphasie, die nicht – wie initial vermutet – ischämisch bedingt war, sondern ein Anfallskorrelat darstellte. Erst durch wiederholte EEG- und MRT-Untersuchungen konnte schließlich ein neoplastischer Prozess als Ursache für rezidivierende nonkonvulsive Status epileptici mit isolierter Aphasie demaskiert werden.
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