28.10.2019 | Neurologische Diagnostik | Neurologie
Die vielen Gesichter der primär progredienten Aphasie
Eine Kasuistik zur progredienten nicht flüssigen Aphasie mit isolierter Sprechapraxie
Erschienen in: psychopraxis. neuropraxis | Ausgabe 1/2020
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Primär Progrediente Aphasien (PPA) präsentieren sich initial in Form von Defiziten in der Sprache und im Sprechen. Meist betrifft dies Wortfindungsstörungen ohne Beeinträchtigungen anderer kognitiver Leistungsbereiche wie Gedächtnis, Orientierung oder visuell-räumliche Funktionen. Die progrediente Sprachstörung bleibt häufig über Jahre das führende Symptom. Hierbei ist auf die Spontansprache zu achten, da sich diese auch ohne Wortfindungsstörung, jedoch aufgrund von sprechmotorischen Defiziten mit Sprechanstrengung (Sprechapraxie) als nicht-flüssige Form der PPA präsentieren kann. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können grammatikalische Satzfehler und eine Art Telegrammstil hinzukommen. Logopädische Therapieansätze umfassen spracherhaltende Konzepte mit Selbstkorrekturstrategien, initial symptomfokussiertes Üben und Miteinbeziehen der Angehörigen.
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