Durch den pulsatilen Blutfluss in unserem arteriellen Gefäßsystem entsteht ein Druckpuls, der am höchsten Punkt als systolischer und am niedrigsten als diastolischer Blutdruck definiert wird. Der diastolische Blutdruck steht zwar nicht im primären Fokus von uns Anästhesist:innen, ist aber für eine adäquate Organperfusion von essenzieller Bedeutung. Er wird beeinflusst durch Komponenten wie arterielle Elastizität, Herzfrequenz, Schlagvolumen und peripheren vaskulären Widerstand. Obwohl klare Daten hinsichtlich Assoziation zwischen niedrigem perioperativem diastolischem Blutdruck und Outcome fehlen, ist klar zu betonen, dass auch ein zu niedriger diastolischer Druck intraoperativ korrigiert werden soll. Die Auswahl des geeigneten Vasopressors wird dabei durch den klinischen Zustand der Patient:innen, die zugrunde liegende Ursache der Hypotonie und eventuelle Begleiterkrankungen bestimmt.