01.04.2020 | Editorial
Verzerrte Informationen
Zwischen Panikmache und Sorglosigkeit
Erschienen in: Wiener klinisches Magazin | Ausgabe 2/2020
Einloggen, um Zugang zu erhaltenAuszug
Kommunikation ist eine ziemlich selektive Angelegenheit: Sowohl, was die Auswahl der Informationen auf der Senderseite, als auch, was die Wahrnehmung der gesendeten Informationen auf der Empfängerseite betrifft. Und dazwischen gibt es noch jede Menge an Einflussfaktoren, die die Informationen im Zuge ihrer Übermittlung und ihrer Interpretation gehörig verändern können. Ein gar nicht so stilles „Stille Post“-Spiel, tückischerweise sehr oft mit dem Wahrheitsanspruch verbunden. Allerdings: Fakten, so haben wir in den vergangenen Jahren eindrucksvoll erfahren, sind auch nicht mehr das, wofür wir sie einmal gehalten haben. Der Zweifel und die Etikettierung als „fake news“ für Vieles, was nicht in das gewünschte Bild passt, sind zum ständigen Begleiter unseres Lebens geworden. …Anzeige